Es gibt kaum etwas Besseres als eine richtig gute Möhrensuppe. Punkt. Dieses Rezept stammt von Oma Christa, der Großmutter des Sternekochs Robin Pietsch aus Wernigerode. Wir waren so frech, dieses Familienrezept nachzukochen – und müssen sagen: Es schmeckt fantastisch und kommt schon ziemlich nah an das Original aus der Hofbude Pietsch heran. Natürlich können sie es dort noch ein bisschen besser ;D
Die Suppe ist warm, kräftig und leicht süßlich durch die Möhren, während die selbstgekochte Rinderbrühe Tiefe und Klarheit hineinbringt. Die Kartoffeln sorgen für eine weiche, cremige Konsistenz, die Hackbällchen geben dem Ganzen eine herzhafte Einlage, und die Wiener bringen diesen typischen, mild-würzig-rauchigen Geschmack dazu. Ein einfaches, ehrliches Gericht, das glücklich macht – und eines, das man immer wieder kochen möchte.
Autor: Sascha
Zutaten für die Möhrensuppe
Portionen: 5–6 (ca. 4 Liter)
Für die Brühe
- 750 g Suppenfleisch vom Rind
- 1 Bund Suppengemüse (Sellerie, Porree, Möhre, Petersilie)
- 1 Zwiebel
- 2 Lorbeerblätter
- 10 Pimentkörner
- 1 TL Salz
- 2 Liter Wasser
Für die Suppe
- 1 kg Karotten, geschält und in Stücke geschnitten
- 400 g Kartoffeln, gewürfelt
- 1 Zwiebel, gewürfelt
- 1 EL Butter
- 3–4 TL Salz
- 1 TL Zucker
- ⅓ TL schwarzer Pfeffer
- 5 Pimentkörner
- 3 frische Lorbeerblätter
- Die zuvor gekochte Rinderbrühe
Für die Mehlschwitze
- 40 g Mehl
- 30 g Butter
Für Hackbällchen & Einlag
- 400 g gemischtes Hackfleisch
- 1 Ei
- 25 g Semmelbrösel
- 1 eingeweichtes Brötchen
- 50 g fein gewürfelte Zwiebel
- 1 TL Salz
- ⅓ TL Pfeffer
- 2 Paar Wiener Würstchen, in Scheiben
- Petersilie, gehackt

Zubereitung
Vorbereitung: ca. 45 Minuten
Kochzeit: ca. 2,5 Stunden (inklusive Brühe)
Gesamtzeit: etwa 3 Stunden

01. Zubereitung der Brühe
Das Suppenfleisch, das grob zerkleinerte Suppengemüse, die halbierte Zwiebel, Lorbeerblätter, Pimentkörner, Salz und Wasser kommen in einen großen Topf. Alles köchelt etwa zwei Stunden leise vor sich hin, sodass eine kräftige Brühe entsteht. Das schaumige Zeug an der Oberfläche ab und zu abschöpfen, damit die Brühe schön klar wird. Danach wird sie abgeseiht und beiseitegestellt.
02. Vorbereitung der Möhrensuppe
Für die Möhrensuppe werden Karotten und Kartoffeln geschält und in Stücke geschnitten. In einem großen Topf wird die gewürfelte Zwiebel in Butter angeschwitzt, bis sie weich und aromatisch ist. Dann kommen die Karotten hinzu und dürfen kurz mitdünsten, bevor die Kartoffeln dazugegeben werden. Nun wird mit der frisch gekochten Rinderbrühe aufgegossen. Salz, Zucker, Pfeffer, Piment und die Lorbeerblätter kommen ebenfalls in den Topf. Die Suppe köchelt etwa zwanzig Minuten, bis das Gemüse weich ist.
03. Vorbereitung der Mehlschwitze
Dafür wird das Mehl in einer kleinen Pfanne trocken angeröstet, bis es leicht gebräunt ist. Dann wird Butter zugegeben und alles verrührt, bis eine glatte Paste entsteht. Diese Mehlschwitze wird in die heiße Suppe eingerührt und sorgt für die cremige Bindung.
04. Hackbällchen
Für die Hackbällchen werden Hackfleisch, Ei, Semmelbrösel, das eingeweichte Brötchen, Zwiebelwürfel, Salz und Pfeffer gründlich vermengt. Aus der Masse formt man kleine Bällchen, die direkt in der Suppe mitgaren und dafür etwa fünfzehn Minuten benötigen. Kurz vor dem Servieren kommen die in Scheiben geschnittenen Wiener Würstchen hinzu und werden einige Minuten mit erwärmt.
05. Servieren
Zum Schluss wird die Suppe mit frisch gehackter Petersilie bestreut und ist damit servierbereit – ein ehrliches, kräftiges und wunderbar wärmendes Gericht.
Tipp vom Genussfinder Sachsen-Anhalt
- Die Brühe ist entscheidend – je länger sie köchelt, desto intensiver wird der Geschmack.
- Mehlschwitze nicht weglassen – sie macht die Suppe cremig und rund.
- Hackbällchen klein formen, damit sie gleichmäßig garen.
- Die Suppe lässt sich gut vorbereiten und aufwärmen.
Guten Appetit! Dein Genussfinder Sachsen-Anhalt

