Im Gespräch mit Jan Fribus

Kulinarische Poesie mit eigener Handschrift

Wir sind regelmäßig in Sachsen-Anhalt unterwegs, um euch unsere heimischen Betriebe und regionalen Erzeugnisse vorzustellen. Dabei werfen wir auch einen Blick hinter die Kulissen und sprechen mit den Menschen, die ihr Leben dem Genuss gewidmet haben. Heute im Interview: Jan Fribus vom Fine Dining Restaurant „KIKU“ in Quedlinburg.

Jan Fribus ist Küchenchef und Inhaber des KIKU – und jemand, der seine kulinarische Reise weit über die Grenzen des Harzes hinaus getragen hat. Geboren in Russland, ausgebildet in St. Petersburg und geprägt durch Stationen in internationalen Spitzenküchen wie dem Drei-Sterne-Restaurant Frantzén in Stockholm, bringt er heute seine Erfahrungen und seinen eigenen Stil nach Wernigerode. Im KIKU vereint er asiatische Techniken mit klaren Aromen und seiner ganz persönlichen Handschrift.

Jan, wie würdest du deinen Kochstil beschreiben?

Ich kombiniere all das, was ich in meinem Leben von den vielen großartigen Küchenchefs, die ich getroffen habe, an Erfahrungen sammeln durfte, mitmeinem eigenen Geschmack und meinen Ideen. Besonders gern arbeite ich mit asiatischen Techniken, vor allem aus der chinesischen und japanischen Küche. Das klingt vielleicht komplex, aber eigentlich ist es ganz simpel.”

Was wünschst du den Gastronom:innen in Sachsen-Anhalt?

Respekt. Respekt ist das Wichtigste – gegenüber den Gästen, den Produkten, aber auch der eigenen Zeit und Arbeit. Wenn man diesen Respekt in allem trägt, dann entsteht automatisch gute Gastronomie.”

Hast du ein Lieblingsweingut?

Ja, das ist das Weingut “Pawis” – das findet ihr auch in unserem Menü. Und dann gibt es gleich im Nachbardorf ein kleines Weingut namens “Kirmann”. Die machen wirklich unglaublich tolle, lokale Weine. Ich liebe es, dass so etwas Gutes quasi direkt um die Ecke liegt.”

Und welches Restaurant empfiehlst du aktuell?

Da habe ich gleich mehrere, die mir am Herzen liegen. Auf jeden Fall das Restaurant “Pietsch” – dort habe ich selbst gearbeitet, es war mein erste Anlaufstelle hier in Deutschland, und ich verbinde viel damit. Tolles Konzept, großartige Theke – Robin, love you! (lacht)
In Quedlinburg ist es die Weinstube von Sebastian Lorenz, einem unserer besten Köche hier in der Region. Und im Harz muss ich unbedingt Eric Jadischke im “Silberstreif” nennen – das ist Fine Dining auf unglaublichem Niveau.”

Welche Botschaft möchtest du deinen Gästen mitgeben?

Kommt mich einfach besuchen. Ich freue mich riesig darauf, euch kennenzulernen. Bei uns sprechen wir persönlich mit unseren Gästen, ich rede sehr gerne über unser Essen und die Philosophie dahinter. Eins kann ich versprechen: Ich koche kein schlechtes Essen. Also kommt vorbei, lasst uns ins Gespräch kommen und einen genussvollen Abend verbringen.”

Wir vom Genussfinder lieben Jans offene, klare Art – und wie er mit Respekt und Leidenschaft kocht. Wer Fine Dining in Sachsen-Anhalt erleben möchte, kommt am KIKU in Quedlinburg nicht vorbei. Und wer weiß: Vielleicht sitzt ihr schon bald bei Jan am Tisch, während er euch seine Philosophie erzählt.